Die Pipeline

Die zwei Stränge der Nord Stream-Pipeline verlaufen durch die Ostsee von Wyborg, Russland, nach Lubmin in der Nähe von Greifswald. Die Pipeline wird von der Nord Stream AG gebaut und betrieben.

Die Pipeline verläuft durch die ausschließlichen Wirtschaftszonen von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland sowie durch die Territorialgewässer von Dänemark, Russland und Deutschland.

Direkte Verbindung zwischen Russland und Europa

Die beiden jeweils 1.224 Kilometer langen Pipelinestränge sind die kürzeste Verbindung zwischen den riesigen Erdgasreserven in Russland und den Energiemärkten in der Europäischen Union. Wenn beide Stränge im letzten Quartal des Jahres 2012 in Betrieb genommen sind, kann Nord Stream über einen Zeitraum von mindestens 50 Jahren Unternehmen und Privathaushalte in Europa mit jährlich 55 Milliarden Kubikmetern Gas versorgen. Da Nord Stream den Energiemarkt der EU und die Versorgungssicherheit stärkt, wurde das Projekt vom Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat als "Vorhaben von europäischem Interesse" eingestuft.

Der Bau des ersten Pipelinestrangs begann im April 2010 und wurde im Juni 2011 beendet. Die Inbetriebnahme des ersten Pipelinestrangs erfolgte Mitte November 2011. Die Bauarbeiten für den zweiten Leitungsstrang, der parallel zum ersten verläuft, haben im Mai 2011 begonnen. Die zweite Pipeline soll planmäßig Ende 2012 in Betrieb gehen. Jeder Pipelinestrang weist eine Transportkapazität von rund 27,5 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr auf.

Zuverlässige Erdgasquellen

Eine der wichtigsten Erdgasquellen für die Nord Stream-Pipeline ist das Juschno-Russkoje Erdöl- und Erdgasfeld, welches eine Produktionskapazität von 25 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr hat. Dieses Feld befindet sich im Bezirk Krasnoselkupski im Autonomiegebiet Jamal-Nenets in Westsibirien (Russland). Das Erdgasfeld erstrecken sich auf einen rund 1.100 Quadratkilometer großen Bereich.  Das Juschno-Russkoje Gasfeld besitzt nachgewiesene Gasreserven von mehr als 1.000 Milliarden Kubikmeter Erdgas, was es zu einem zuverlässigen Lieferanten für Europas Gasversorgung macht. Das Gasfeld wurde von Severneftegazprom entwickelt, einem Gemeinschaftsunternehmen von Gazprom, E. ON Ruhrgas und Wintershall.

Infrastruktur für eine zuverlässige Gasversorgung

Um Nord Stream an das russische Gasnetz anzubinden, hat Gazprom in Russland eine 917 Kilometer lange Onshore Pipeline gebaut. WINGAS und E.ON Ruhrgas haben zwei Überland-Leitungen mit einer Gesamtlänge von 850 Kilometern von Greifswald in den Süden bzw. den Westen Deutschlands gebaut, um die Pipeline mit dem europäischen Gasnetz zu verbinden.

Durch die Nord Stream-Pipeline wird das Gas bis zur Übernahmestation in Lubmin transportiert. Von dort aus wird es weiter nach Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, in die Niederlande und in weitere Länder geleitet.

Nutzungsbedingungen

Die Informationen auf unserer Website sind zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung nach unserem Wissensstand korrekt. Die Nord Stream AG übernimmt jedoch ausdrücklich keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der auf der Website bereitgestellten Inhalte.

Weiterlesen