Die Nord Stream-Pipeline im Betrieb

Als Betreiber der beiden 1.224 Kilometer langen Pipelinestränge von Wyborg in Russland nach Lubmin bei Greifswald in Deutschland stellt die Nord Stream AG Kapazitäten zur Verfügung, um jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch die Ostsee zu transportieren.

Vertragliche Rahmenbedingungen bestehen, um den zuverlässigen Gastransport vom Beginn der Pipeline in Russland bis zur Anlandestation  in Deutschland zu sichern. In Lubmin, wo die Pipeline die deutsche Küste erreicht, wird das Erdgas durch die Anschlussleitungen OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) und NEL (Nordeuropäische-Erdgas-Leitung) in das europäische Gasnetz weitergeleitet.

Alle relevanten nationalen Behörden der Staaten, durch deren Gewässer Nord Stream verläuft, haben den Betrieb der Pipeline genehmigt. Zudem wurde die komplette Planung und der Bau der Pipeline durch das renommierte und unabhängige norwegische Zertifizierungs-Unternehmen Det Norske Veritas (DNV) geprüft. So wurde sichergestellt, dass die höchsten internationalen Standards für den Bau und Betrieb von Offshore-Pipelines zur Anwendung kommen.

Vier Anlagen regeln den Betrieb der Pipeline

Der Betrieb der Nord Stream-Pipeline wird in vier verschiedenen Einrichtungen gesteuert: An den Anlandestationen in Russland und Deutschland, wo die Offshore-Pipelines mit den über Land verlaufenden Anbindungsleitungen verbunden sind, und im Hauptkontrollraum in Zug in der Schweiz, wo die Pipelines überwacht und gesteuert werden. Zusätzlich gibt es noch ein zweites, identisches Kontrollzentrum in der Schweiz, von welchem aus bei einem Ausfall des Hauptkontrollraums der Betrieb der Pipeline kontrolliert werden kann.

Die Anlandungsbereiche umfassen die Abschnitte der Pipeline zwischen der Wasserlinie und der Anschluss-Pipeline zur Verdichterstation in der Bucht von Portowaja in Russland, betrieben von Gazprom Tranzgaz St. Petersburg, beziehungsweise zur Übernahmestation in Lubmin bei Greifswald in Deutschland, die von der OPAL NEL TRANSPORT GmbH betrieben wird. Alle technischen Einrichtungen, die für den Betrieb der Pipeline nötig sind, befinden sich an den Anlandungsstellen.

Kontinuierliche Überwachung für einen sicheren und effizienten Betrieb

Der Betrieb des Nord Stream-Pipelinesystems wird aus dem Hauptkontrollzentrum im Firmensitz in Zug überwacht und gesteuert. Die Mitarbeiter des Kontrollzentrums beaufsichtigen und koordinieren auch alle kommerziellen Abläufe. Sie stehen im ständigen Kontakt mit allen Gaslieferanten und -empfängern, um den Durchfluss des Gases permanent zu überprüfen. Zusätzlich überwacht das Kontrollzentrum den ungestörten physikalischen Fluss des Erdgases, um sicher zu gehen, dass das System reibungslos funktioniert. Das Kontrollzentrum ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr besetzt.

Um zusätzliche Sicherheit während des Betriebs der Pipeline zu gewährleisten, wurde ein identisches Kontrollzentrum an einem zweiten Standort mit unabhängigen Kommunikationsleitungen eingerichtet. Dieser Ersatz-Kontrollraum ist mit den gleichen Überwachungs- und Steuerungssystemen wie die Einrichtung in Zug ausgestattet. Die Systeme werden simultan und in Echtzeit synchronisiert.

Nutzungsbedingungen

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