Erdgasversorgung

Höhere Gasimporte nach Europa erfordern zusätzliche Transportkapazitäten. Die bestehenden Gaspipelines werden den Importbedarf der kommenden Dekaden allein nicht abdecken können.

Gewährleistung der sicheren Gasversorgung Europas

Im Jahr 2025 werden die EU-Länder rund 195 Mrd. Kubikmeter mehr Gas als heute importieren müssen (Quelle: Europäische Kommission/DG-TREN, 2007). Um diesem erheblichen Mehrbedarf gerecht zu werden, haben die Export- und Importländer verschiedene neue Projekte geplant:

  • Erdgaslieferungen aus Libyen (3 Mrd. Kubikmeter),
  • die Nabucco-Pipeline (Erdgaslieferungen aus dem Nahen Osten) mit einer Transportkapazität von 20–30 Mrd. Kubikmeter
  • Liquefied Natural Gas (LNG) (90-150 Mrd. Kubikmeter),
  • Nord Stream mit einer Transportkapazität von 55 Mrd. Kubikmeter.

Dies entspräche einer Gesamtkapazität von 220-300 Mrd. Kubikmeter, jedoch wurden nicht alle diese Vorhaben endgültig beschlossen. Zudem kann verflüssigtes Erdgas (LNG) tendenziell zu höheren Preisen z. B. in Nordamerika abgesetzt werden.

Nord Stream ist unabdingbar für die Versorgungssicherheit

Fest steht, dass die EU ohne Nord Stream ihren künftigen Erdgasbedarf nicht decken kann. Daher leistet dieses Projekt, das rund ein Viertel des zusätzlichen Gasimportbedarfs Europas gewährleisten wird, einen wichtigen Beitrag zur künftigen Versorgungssicherheit.

Gazprom garantiert zuverlässige und langfristige Versorgung

Mit den hohen Investitionen in eine Erdgaspipeline bindet sich der weltweit führende Erdgasproduzent Gazprom an langfristige Lieferverpflichtungen. Dies ist ein großer Vorteil für Europa, das sich wachsendem Konkurrenzdruck um die Energiereserve Erdgas stellen muss.

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