Wer wir sind
Die Nord Stream AG, mit Firmenhauptsitz in Zug in der Schweiz, ist ein internationales Konsortium fünf großer Energieunternehmen. Es wurde 2005 zur Planung, zum Bau und zum anschließenden Betrieb der durch die Ostsee führenden Gas-Pipeline Nord Stream, bestehend aus zwei jeweils 1.224 Kilometer langen Pipeline-Strängen, gegründet.
Unsere Unternehmensstruktur
Die fünf Anteilseigner der Nord Stream AG sind OAO Gazprom, Wintershall Holding GmbH (eine BASF-Tochtergesellschaft), E.ON Ruhrgas AG, N.V. Nederlandse Gasunie und GDF SUEZ. Mit einer 51-Prozent-Beteiligung ist die russische OAO Gazprom Hauptaktionär des Pipeline-Projekts. Die führenden deutschen Energieunternehmen Wintershall Holding GmbH und E.ON Ruhrgas AG sind mit jeweils 15,5 Prozent beteiligt, die niederländische N.V. Nederlandse Gasunie und der führende französische Energieversorger GDF SUEZ mit jeweils 9 Prozent. Gemeinsam gewährleisten diese erfahrenen Energieunternehmen den Einsatz neuester Technologien, höchste Sicherheitsstandards und eine professionelle Unternehmensführung für das Nord Stream-Projekt. Ziel ist die Verbesserung der Versorgungssicherheit in Europa.
Die Investitionskosten für das Pipeline-Projekt belaufen sich auf 7,4 Milliarden Euro. Etwa 30 Prozent der Projektkosten werden durch Eigenkapitalbeteiligungen der Nord Stream Anteilseigener, proportional zu deren Anteilen im Konsortium, finanziert. Die verbleibenden 70 Prozent werden durch Kredite von Banken und Exportkreditagenturen gedeckt. Die Finanzierung des Pipeline-Projekts erfolgte in zwei Phasen. Die erste Finanzierungsphase umfasste 3,9 Milliarden Euro und wurde im März 2010 abgeschlossen. Die zweite Finanzierungsphase über 2,5 Milliarden Euro endete im März 2011.
Verbindung zwischen der EU und Russland
Die Nord Stream-Pipeline durch die Ostsee ist die direkteste Verbindung zwischen den riesigen Gasreserven in Russland und den Energiemärkten in der Europäischen Union. Umfangreiche Studien haben zur Erkenntnis geführt, dass das Offshore-Pipeline-Projekt einer der sichersten, wirtschaftlichsten und umweltfreundlichsten Wege ist, die Gaslieferungen nach Europa zu steigern. Auch vom Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat wurde die Nord Stream-Pipeline als "Vorhaben von europäischem Interesse" eingestuft. Dieser Status wird an vorrangige Projekte verliehen, welche die Märkte und die Versorgungssicherheit stärken.
Der Bau der Pipelinestränge ist technisch höchst anspruchsvoll. Da sie durch die Gewässer fünf verschiedener Länder führen und auch andere Ostseeanrainer von ihrem Bau betroffen sein könnten, wurde ein umfassendes Genehmigungs- und Konsultationsverfahren durchgeführt. Die möglichen Umweltauswirkungen sowie die Entwicklung von Maßnahmen zu deren Überwachung und Minimierung waren ein wichtiger Teil dieses Prozesses. Nachdem Nord Stream im Februar 2010 alle nötigen Genehmigungen vorlagen, wurde im April 2010 mit den Bauarbeiten für den ersten Leitungsstrang begonnen. Dieser wurde im Juni 2011 fertiggestellt. Nachdem der erste Pipelinestrang im November 2011 in Betrieb genommen wurde, können auf diesem Weg jährlich bis zu 27,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Europa transportiert werden. Der Bau des zweiten Leitungsstrangs verläuft nach Plan und wird im dritten Quartal 2012 abgeschlossen sein. Im letzten Quartal 2012 wird dieser Strang das erste Gas transportieren.
Nach der vollständigen Inbetriebnahme im Jahr 2012 werden die beiden Pipeline-Stränge zusammen jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren können – genug um den Energiebedarf von mehr als 26 Millionen europäischen Haushalten zu decken. Die Pipeline wurde für einen Betrieb von mindestens 50 Jahren konstruiert.
