Umweltmonitoring liefert wichtige ökologische Daten

Bis 2016 plant Nord Stream insgesamt rund 40 Millionen Euro in das umfassende Monitoring-Programm zur Überwachung sämtlicher Umweltauswirkungen von Bau und Betrieb der Pipeline zu investieren.

Wie in den nationalen Genehmigungen von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland vorgegeben, hat Nord Stream für jedes dieser Länder ein eigenes, auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittenes Monitoring-Programm entwickelt. Anhand der Programme wird im Rahmen der entsprechenden rechtlichen Vorgaben überprüft, wie Bau und Betrieb der beiden Pipelinestränge die Umwelt beeinflussen. Mehr als 20 Unternehmen sind im Einsatz, um die in den nationalen Monitoring-Programmen vorgegebenen Untersuchungen durchzuführen und die – sofern vorhandenen – Auswirkungen auf Flora und Fauna der Ostsee zu dokumentieren.

Fünf Länder, fünf Programme

Die Monitoring-Programme wurden mit Beginn der Bauarbeiten am ersten Pipelinestrang im April 2010 aufgesetzt und werden auch während des Betriebs bis zum Jahr 2016 fortgesetzt. Mithilfe der gesammelten Daten konnte festgestellt werden, dass die Vorgaben in den jeweiligen Genehmigungen eingehalten wurden und sich der betroffene Lebensraum nach dem Bau entsprechend im Rahmen der in den Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) prognostizierten Werten regeneriert.

Insgesamt 16 Parameter werden in diesem Zusammenhang überwacht, unter anderem die Wasserqualität, die Erholung des Meeresbodens oder die Bestände von Fischen, Vögeln und Meeressäugern. Abhängig von den ökologischen Gegebenheiten sowie der Art der Baumaßnahmen stehen in den einzelnen Ländern jeweils andere Parameter im Fokus der Beobachtungen.

An rund 1.000 Standorten entlang der Pipelinetrasse in Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland werden Daten erhoben und anschließend von international renommierten Forschungsinstituten ausgewertet. Die Ergebnisse werden in Nord Streams jährlichem Monitoring-Berichten zusammengefasst und den zuständigen Behörden in allen fünf Ländern zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind die Ergebnisse in unserer Infothek öffentlich abrufbar. Zusätzlich zu den auf den Untersuchungsergebnissen basierenden Berichten stellt Nord Stream die gesammelten Daten im Rahmen des Data and Information Fund für Forschungszwecke bereit.

Eine solide Basis

Um die aktuellen Forschungsergebnisse einordnen zu können, wurden bereits im Vorfeld der Pipelineverlegung eine Vielzahl von Untersuchungen der Flora und Fauna der Ostsee durchgeführt. Die ersten Gutachten datieren bereits aus dem Jahr 1995.

Aus den bisher vorliegenden Ergebnissen geht hervor, dass die Auswirkungen auf die Umwelt den im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) prognostizierten Werten entsprechen oder diese unterschreiten. Die UVPs wurden in der Genehmigungsphase für den Bau- und Betrieb der Pipelines erarbeitet. In einigen Fällen waren die UVP-Schätzungen sehr konservativ, die Auswirkungen fielen tatsächlich geringer aus als angenommen.

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